Recap / Nachhaltig(er) leben – unsere Bilanz nach 2 Jahren

Fair Fashion, Biolebensmittel, Achtsamkeit, Naturkosmetik, nachhaltig Leben… was hat sich seit unserem Fair Fashion Manifest getan?

In diesem Manifest gelobten wir eine Kehrtwende von unserem Konsumverhalten. Wir versprachen: „uns gründlicher über die hier vorgestellten Produkte und Marken zu informieren, soziale und ökologische Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette zu hinterfragen und verstärkt auch über alternative Labels und Konsumstile zu berichten: Statt nach Trendteilen zu geiern, in klassische, zeitlose Designs zu investieren. Kleidung und Accessoires aus zweiter Hand zu beziehen und eigene Kleiderschrankhüter konsequenter zu verkaufen. Oder auf Labels zu setzen, die Fairness und Nachhaltigkeit in ihrer Markenidentität verankern.“

Mission accomplished?

Die Beiträge der inzwischen letzten beiden Jahren durchscrollend stellen wir fest: Unser Vorhaben ist gelungen. Weitestgehend.

Fair und möglichst wenig umweltbelastend produziert oder aus zweiter Hand sind inzwischen die Labels und Kleiderstücke, die wir in unseren Outfitposts zeigen.

Auch andere Produkte und Services, die wir hier mit Begeisterung vorstellen recherchieren wir vorab mit einer Menge an W-Fragen: Wo und wie werden sie hergestellt? Wer ist zu welchen Konditionen beteiligt? Inwiefern sind sie sinnvoll?

Luft nach oben

Dennoch bleibt Luft nach oben. Es fängt damit an, dass wir uns bisher bewusst dafür entschieden haben, über nachhaltigeren Konsum zu bloggen. Wir berichten über Konsumalternativen – über Nicetohaves – die lediglich und manchmal auch nur in Teilen sozial und ökologisch besser sind. Nachhaltiger Konsum, das ist ein Paradoxon.

Besonders deutlich wird dies bei unserer inzwischen regelmäßig bespielten Reise-Kategorie. Bei Kleidung, Ernährung und selbst bei der Möblierung unserer vier Wände könnte man noch anführen, dass diese lebensnotwendig sind. Reisen (zum Vergnügen) ist ein Luxus, der immer auf Kosten der Umwelt geht! Wir bemühen uns auch hier Alternativen aufzuzeigen: Urlaubsorte, die bequem mit Bahn (yeah, Ökostrom) oder über Carsharing erreichbar sind. Bio-Hotels oder Unterbringungen mit „guter CO² Bilanz (yeah, Airbnb). Oder authentische Ausflugsziele und regionale Gastronomie, deren Besuch zumindest die lokale Wirtschaft unterstützt und Wertschätzung für den fremden Ort schafft.

Berichte über Urlaub mit Rad oder zu Fuß – wie eine Jakobswegwanderung, Alpenquerung oder Rucksacktour durch die Lüneburger Heide – stehen noch aus. Unsere Reisekategorie birgt unter der Nachhaltigkeitsperspektive noch einiges an Entwicklungspotenzial.

Das gilt nicht nur für das, was wir publizieren. Sondern auch für uns persönlich. Natürlich: Als Lifestylebloggende haben unsere Beiträge immer einen Bezug zu unserem Privatleben, einen realen Aufhänger, eine persönliche Anekdote. Natürlich: Wir predigen nicht hier virtuell Wasser und trinken selbst Wein. Aber auch natürlich: Nicetohave Mag spiegelt einen Teil unseres Lebens wieder. Wir treffen aber auch Entscheidungen über unser Leben und Konsumverhalten, die Irrtümern erliegen oder Zielkonflikte bergen und deshalb hier weniger thematisiert werden.

Green, fair & fun

Ganz schön abstrakt klingt das. Unser Konzept auf Nicetohave Mag lautet Green, fair und fun! Was das für unsere persönliche Lebensführung bedeutet, unsere Ups und Downs auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Lebensstil und was wir in Zukunft persönlich noch besser machen können und wollen, verraten wir im zweiten Teil unserer Recap. Tbc.