HOW TO / Getting ready for my ICELAND Roadtrip

Manch einer von euch hat es ja vielleicht schon auf Instagram gesehen: in etwa 2 Wochen breche ich auf und mache mich auf den Weg, um eine ganz besondere Reise zu beginnen. Island – diese Insel steht bestimmt auch bei dem ein oder anderen von euch ganz oben auf der Wunschliste. Ein Roadtrip auf endlosen Straßen, entlang an haushohen Wasserfällen, schwarzen Stränden, heißen Quellen, massiven Bergen, Naturwundern und mit viel Glück vielleicht auch mit den ersten Polarlichtern.

Im Geiste packe ich schon jetzt meinen Reisetasche und arbeite meine Checkliste ab: feste Schuhe, das Reisehandtuch nicht vergessen und erst recht nicht die richtige Kleidung. Island – ein Land aus Feuer und Eis, so heißt es schließlich nicht umsonst. Auf die typischen Wetterumschwünge sollte man sich wohl besser gut vorbereiten. Falls ihr auch schon immer von einem Roadtrip auf Island geträumt habt, dann habe ich hier jetzt ein paar Tipps für euch.

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1. Die Unterkunft

Wer einen 199€-All Inclusive-Pauschalurlaub sucht, der hat sich wohl in der Insel geirrt und darf bitte gleich zum nächsten Artikel auf diesem Blog übergehen. Die Vulkaninsel bringt tatsächlich nicht besonders viel Fruchtbares hervor: Lebensmittel, Benzin und Lebenshaltungskosten sind somit um ein vielfaches teurer als in Deutschland. Wer kein kleines Vermögen für ein Hotelzimmer ausgeben kann oder will, der mietet sich am besten ein Apartment – Airbnb hat vor allem in der Hauptstadt Reykjavik Angebote für jeden Geldbeutel. Von hier aus werden außerdem Reisetouren zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten angeboten. Wer sich lieber selbst auf den Weg macht und über den typischen „Touristen-Tellerrand“ hinausblicken möchte, der sollte nicht nur das passende Gefährt für seinen Roadtrip mieten, sondern auch über die kostengünstige Alternative zu den teuren isländischen Unterkünften nachdenken: Camping.

Es gibt mittlerweile mehr als 100 Campingplätze auf der ganzen Insel, einige auch direkt am brausenden Meer oder unterhalb eines schönen Berges. Ein Grund mehr, sein Zelt aufzuschlagen. Wer weder vorhandenes Equipment im Flieger transportieren möchte, noch in eine kostspielige Neuanschaffung investieren mag, der kann seine Ausrüstung direkt vor Ort oder bequem per Internet leihen. So habe ich schnell meine 7-Sachen zusammen gestellt: Ein Zelt, das auch bei isländischenWetterumschwüngen standhaft bleibt, Schlafsack, Luftmatratze, Decken, Adapter und Kochgeschirr samt Campingkocher. Für Sparfüchse bietet sich außerdem eine Camping Card an: eine Eintrittskarte, die zwei Erwachsenen + 4 Kindern für ganze 28 Tage Zugang zu 41 Campingplätzen auf der Insel gewährt und auch sonst noch viele Vergünstigungen bietet.

Camping Card (110€) | Zeltverleih auf Island – Gangleri Outfitters oder Iceland Camping Equipment (je nach Ausstattung und Dauer)

2. Der Weggefährte

Das Internet ist zum Inspirieren und Tipps finden da. Wer während der Reise dann doch lieber auf analoge und vor allem internet-unabhängige Medien vertraut, dem lege ich die Map of Iceland for Photographers ans Herz. Ein detailliertes und wasserfestes Roadbook in Form einer Landkarte, die präzise Informationen über all die schönen Orte gibt, die wohl einen Schnappschuss wert wären, inklusive der optimalen Ortszeit für das perfekte Foto.

Um die Schönheit Islands genauer erkunden zu können, bedarf noch eines treuen Weggefährten, einen soliden Rucksack um genauer zu sein. Polyester eignet sich als Stoff besonders gut, da dieser leicht, strapazierfähig und wasserabweisend ist. Eine nachhaltige Produktion soll für mich aber auch noch Rolle spielen. Durch das Recycling von Plastikflaschen und die Weiterverarbeitung zu Polyesterfasern zum Beispiel. AEP Studios, die ihre Rucksäcke und Taschen durch das Recycling von PET-Flaschen gewinnen und bewusst auf die Gewinnung durch Rohöl verzichten, sind ein gutes Beispiel für eine nachhaltige Produktion. PET-Recycling ist doppelt gut: Es sorgt für weniger Müll in der Natur und für einen geringeren Verbrauch von natürlichen Ressourcen.

Map of Iceland for Photographers – International Photographer (30€) | Rucksack Beta in Imperial Green – AEP Studios (140€)

3. Das leibliche Wohl
Nicht ohne meinen Kaffee! Ich gebe es ganz offen zu: ich bin ein echter Morgenmuffel. Ohne den Duft meines frisch gebrühten Lieblingsgetränks, mag mir der Start in den Tag einfach nicht so recht gelingen. Damit ich auch trotz Campingtour unterwegs nicht auf richtig guten Kaffee verzichten muss, ist dem Reiseset von Coffee Circle schon jetzt ein Platz in meinem Rucksack gesichert. Das Reiseset umfasst alles, was es für einen echten Wachmacher am Morgen braucht: den AeroPress Kaffeezubereiter samt Filterpapier, eine Handmühle und natürlich eine ordentliche Portion Kaffeebohnen. Diese werden übrigens biologisch in Waldgärten angebaut, von Hand gepflückt und dann schonend von Coffee Circle in Berlin geröstet. AeroPress und die Handmühle sind übrigens ein wahres Dreamteam, denn die Handmühle lässt sich  in der AeroPress selbst verstauen. So passen Mühle und Zubereiter easy ins Reisegepäck. Fehlt nur noch das heiße Wasser!

Lieblingsbloggerin Maddie von Dariadaria, die sich auch vegan ernährt, hat in ihrem Guide bereits zusammengetragen, wie und wo man sich vegan auf Island ernähren kann. Ob Sojamilch im Supermarkt, Veggiemenü im Restaurant oder der Snack von der Tankstelle – Island scheint in diesem Punkt mehr als offen zu sein.

AeroPress Reise Set – Coffee Circle (ca. 85€) | Thermoskanne 1Liter – Stanley (ca. 50€)

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4. Der Kulturbeutel

Ich glaube fest an das Prinzip: Less is more! Zumindest was den Inhalt meines Kulturbeutels auf Reisen angeht. Oft sind es vor allem die kleinen Dinge, die uns in der Summe das Reiseleben schwer machen. Auch aus vielen Kleinigkeiten und praktischen Hygieneartikeln in Reisegröße kann letztendlich eine ausgewachsenen 2 kg schwere Kulturtasche mutieren. Möglichst minimalistisch und leicht zu reisen ist oberstes Ziel meines Roadtrips. Obwohl im Mietwagen unterwegs, möchte ich mich dennoch ganz auf das Wesentliche konzentrieren und auf Ballast und unnötiges Kleinzeug verzichten. Parfum, Make-Up, Schmuck und andere Platzräuber dürfen also Zuhause bleiben. Stattdessen ist nur eine Hand voll Basics erlaubt: die Zahnbürste, ein Seifenstück statt Duschgel (für Haut und Haar) und ein Gesichtsöl für das Wohlfühlritual am Abend.

Zahnbürste (aus deutscher Produktion) – STOP THE WATER WHILE USING ME! via Glore  (ca. 4€) | Kulturbeutel aus Neopren – Herschel Supply via Moorea Seal (ca. 36€) | Seife Pink Clay (ca. 10€) und Gesichtsöl LapisHerbivore Botanicals via Moorea Seal (ca. 24€) | AufbewahrungsdoseLush (ca. 3€)

5. Die richtige Kleidung

Besonders wichtig ist eine windundurchlässige und regenabweisende Uniform: Outdoorjacke, eine zusätzliche Regenjacke und gutes Schuhwerk. Was die Kleidung betrifft, ist hier der Zwiebellook angesagt. Unterziehshirts und Pullis sollten dabei sein, um für alle Wetterumschwünge gerüstet zu sein. Für den Wohlfühlfaktor kommt bei mir ein wärmende und zugleich atmungsaktive Jacke aus Bio-Baumwoll-Fleece mit, die auch noch mit allerhand Funktionen überzeugt: ein hoher Stehkragen gegen den kalten Wind und Reißverschluss-Kinnschutz, gefütterte, schließbare Eingrifftaschen und elatischen Säume für noch mehr zusätzlichen Wind- und Kälteschutz.

Kleidung aus Jeans oder anderen schweren Stoffen, sollte man außerdem lieber Zuhause lassen, da diese zu schlecht trocknen, falls man doch mal richtig nass geworden ist. Ab Herbst sind außerdem Mütze und Handschuhe hilfreich, denn der Wind pfeift hier fast immer.

Zu meiner Grundausstattung gehört außerdem noch ein wahrer Bestseller in Sachen Outdoorbekleidung: Die Nano Puff von Patagonia. Die Nano Puff Modelle sind sie warm, leicht, komprimierbar, wetterfest und eignen sich als Zwischen- und Außenschicht. Die Nano Puff-Kollektion besteht aus 100% Recycling- Polyester und einer umweltfreundlichen 60 g/m2 PrimaLoft Gold Eco Synthetik-Isolierung mit 55% Recycling-Anteil, die auch in nassem Zustand wärmt, ganz im Gegenteil zur Daunenfüllung.

Ich bin so aufgeregt, ich kann’s kaum beschreiben! Natürlich freue ich mich auch über eure Tipps und Erfahrungsberichte, egal ob Roadtrip, Camperlife oder Luxushotel!

Fleecejacke aus Bio-Baumwoll-Fleece (Farbton Mauve) – Hessnatur (ca. 100€) | Nano Puff Jacke – Patagonia (230€)

 

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