Campingurlaub / 3 Reiserouten in Deutschland für Naturfreunde – ANZEIGE

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3-2-1 Sommerurlaub! Für uns steht schon lange fest, dass es – wie in den vergangenen Jahren – mit einem Campingbus in die nahgelegene Ferne gehen wird. Doch wohin? Nach einem Ritt an Schwedens Seen und zuletzt einer Tour an Kroatiens Küste, habe ich drei spannende Reiserouten für Naturfreunde (wie uns) in Deutschland herausgesucht. Welche es wird? Unklar! Fest steht: Unser Abenteuer startet diesen Sommer in Kehl und mit einem Campeo C600 von Bürstner.

Nahreisen – Routen & Ziele in Deutschland

Wer diesem Blog schon länger folgt, weiß, dass ich ein Fan der nahgelegenen Reiseziele bin. Natur und Kulturregionen sind innerhalb Deutschlands so vielfältig, dass man für Abenteuer und Abwechslung die Landesgrenzen nicht einmal verlassen muss. Wer wie wir gerne „frei“ steht, wird in Deutschland ebenfalls glücklich: Anders als in unseren Nachbarländern und dem Süden Europas darf man in Deutschland auch abseits von Campinglätzen im Fahrzeug nächtigen. Wir haben hierzulande schon kostenfrei auf den schönsten Waldparkplätzchen übernachtet!

Loslegen: So plane ich eine Route mit Campingvan

Als erstes setzen wir uns ein grobes Ziel. Dann recherchiere ich Sehenswertes und Highlights entlang der Strecke. Auch ein paar Cool und Eco Camping Plätze schaue ich mir aus. Denn eine ausgiebige Dusche zwischendrin tut gut und gelegentlich müssen auch Batterie aufgeladen, Toilette geleert und Wassertanks aufgefüllt werden. Während der Tour gibt es nur eine Regel: Spontan bleiben! Ich werfe immer mal wieder einen Blick auf Points of Interest bei Google Maps oder auf die lokalen Posts auf Instagram. Wenn uns etwas interessiert, halten wir an. Und wenn ein Ort weniger wow-t, als gedacht, fahren wir einfach weiter! Über die App Park4Night und den Stellplatzführer Landvergnügen finden wir spontan, günstig oder gar kostenfrei schöne Stellplätze für die Nacht.

Drei Routen mit unterschiedlicher Länge habe ich für diesen Sommer herausgesucht. Einige der Orte haben wir bereits gesehen und be-campt.

350 KM im Südosten: Vom Bayerischen Wald Zur Eiskapelle

Das Adventure Camp Schnitzmühle ist ein richtiger Hipster-Campingplatz! Für alle, die erst einmal mit allen Annehmlichkeiten (aber understated cool versteht sich) in den Campingurlaub starten wollen, ist hier der perfekte Startpunkt. Am Abend erleuchten den Platz Lagerfeuer in ausrangierten Waschmaschinentrommeln, auf dem Badeteich schippert man auf einem Floß und im Restaurant gibt es auch vegetarischen Bio-Gaumenschmauß. Von hier aus ist es nicht weit bis zum Bayerischen Wald. Die Wanderung auf den Großen Arber ist toll! Weiter gen Süden lädt Passau zu einem Halt ein und noch weiter südwärts gelangt man von Prien am Chiemsee zu Boot auf die Herreninsel. Hier kann man sich zu einem der Schlösser des Märchenkönigs Ludwig II. kutschieren lassen – einem Prachtbau im Stil von Versaille. Eine halbe Stunde Richtung Alpen ist der Campinglatz am Zellersee unterhalb einer Kletterwand gelegen – überschaubar, familiär und mit Badesee. Zuletzt geht es in den untersten Zipfel Deutschlands, ins Berchtesgardener Land. Empfehlenswert ist eine kostenfreie Übernachtung unweit des Hintersees auf dem Parkplatz am Zauberwald – der verdient seinen Namen! Entlang eines reißenden Baches führt ein verwunschen anmutender Wanderweg, den auch Kinderbeine schaffen. Krönender Abschluss ist eine Bootsfahrt von Schönau am Königssee bis zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä. Wenn der Kapitän nach einigen Minuten Fahrt vor einer steil aufragenden Felswand in sein Horn bläst und diese die Klänge zurück gibt, ist das schon sehr imposant. Am Wallfahrtsort angekommen, gilt es, schnell die Touristenmassen hinter sich zu lassen und gen Eiskappelle unterhalb der Watzmann-Ostwand zu wandern. Achtung: Die Wanderung ist anstrengend und nicht alle Wege sind zu dem am tiefsten-gelegenen, permanenten Eisfeld der Deutschen Alpen gesichert. Letzten Sommer haben wir diese Wanderung schon einmal unternommen und ich habe die Erfahrung so zusammengefasst:

„Eiskapelle gesucht, nicht gefunden. Das Firneis haben wir trotzdem gesehen und gehört, wie es knisternd schmilzt. […] Beeindruckt bin ich und so glücklich auch diesen besonderen Flecken Deutschland gesehen zu haben.“

Alle Highlights und Stops habe ich auf Google Maps hier gesammelt. Und in diesem Reisebericht vom letzten Sommer finden sich einige der Stell- und Campingplätze noch einmal ausführlich beschrieben.

600 km im Osten: Vom Spreewald bis zum Thüringer Wald

Los geht es beim Kneipp- und Erlebnis Camping an den Spreewaldfließen. Der Eco Camping zertifizierte Platz ist ein gut gelegener Ausgangspunkt um den Spreewald im Kanu, Kajak oder Kahn zu erkunden. Nach sauren Gurken satt ist der erste Stopp die Rakotzbrücke im Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau. Die Brücke aus Basaltstein gehört ebenso zu den Orten-die-ich-wegen-Instagram-sehen-möchte, wie die Basteibrücke. Auf dem Weg zu letzterer würde ich einen Tag in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft einplanen, um an einem der vielen Badeseen Sonne zu tanken. Nächster Halt ist das Bio und Nationalpark Refugium Schmilka, das „Schönste Dorf Sachsens“ – ein super Ausgangspunkt für Wanderungen im Elbsandsteingebirge und direkt am insgesamt 112 Kilometer langen Malerweg gelegen. Der heisst so, weil etliche Maler in den vergangenen Jahrhunderten romantische Ansichten der Felsformationen anfertigten. Von der Sächsischen Schweiz geht es ins Erzgebirge in den Kurort Seiffen. Die letzte Etappe führt in den Thüringer Wald. Der ökologisch bewirtschaftete NaturErlebnisHof Hausen ist nur unweit des Rennsteigs gelegen und bietet auch Stellplätze für Campingvans.

Hier gibt es die Route im Überblick.

800 km im Südwesten: Von Monschau bis zur Zugspitze

Der Start dieser Süd-West-Route liegt im pittoresken Monschau – ein Ort wie aus dem Märchenbuch und gelegen in der Eifel. Danach hält der erste Wanderstop einen atemberaubenden Blick auf die Saarschleife und die Burg Montclair bereit. Weiter geht es in den Pfälzer Wald. Hier warten Teufelstisch und Rötzensteinpfeiler darauf erkundet zu werden. Die Triberger Wasserfälle sind mein Ziel im Schwarzwald und – natürlich – die weltgrößte Kuckucksuhr. Einen Steinwurf entfernt liegt die Donauquelle. Wo der zweitgrößte Fluss Europas entspringt, muss eine Stippvisite mindestens drin sein. Ein Halt in Freiburg bietet sich an. Auf dem Hirzberg Campingplatz in Altstadtnähe wollten wir vor einigen Jahren einmal nur eine Nacht bleiben und fuhren erst drei Tage später weiter – so gut hat es uns gefallen. Für die sich anschließende Bodenseeregion kann man ruhig einige Zeit einplanen. Unbedingt machen: Kaffee, Kunst und Keramik in der muckeligen Galerie Hochwart auf der Insel Reichenau! Im Norden des Bodensees finden sich viele Höfe, die idyllische Stellplätze für Camper anbieten (z.B. Müllerhof in Allensbach/Kaltbrunn). Der Eibsee zum Fuße der Zugspitze sowie selbige sind die Höhepunkte dieser Route. Die Fahrt zur Zugspitze ist kostet ein ordentliches Sümmchen. Als wir hier zuletzt waren haben wir stattdessen den Berg vom Tretboot auf dem See aus bewundert und kostenfrei auf einem Wanderparkplatz zwischen einer Kuhweide und einem eiskalten Bergbach übernachtet.

Auf Google Maps habe ich alle Stops entlang dieser märchenhaften Tour zusammengetragen.

Sommer 2020 mit dem Campeo C600 von Bürstner

Corona hat vielen einen Strich durch die Urlaubsplanung gemacht. Wir hingegen blicken einiger Maßen entspannt auf unsere diesjährigen Sommerferien. Selbst die Meldungen über ausgebuchte Campingplätze lösen nur geringes Unbehagen aus. Denn in diesem Jahr haben wir uns mit dem Urlaub im Campeo C600 für ein Upgrade entschieden. Toilette an Board? Check! Küche mit festem Kühlschrank? Check! Großzügige Wassertanks und Batterie? Check! Es wird also deutlich komfortabler als bisher und die Ausstattung des neuesten Campingvan Modells des in Kehl ansäßigen Wohnmobilherstellers Bürstner ermöglicht uns eine autarke, mobile Unterkunft.

Wie gut geht Camping-Urlaub zu Zeiten von Corona? Komme ich als „nervöse“ Ein- und Ausparkerin mit dem Campeo zurecht? Und wie leert man eigentlich eine Kassettentoilette? Die Antworten gibt es in einigen Wochen. Und jetzt: Auf die Plätze, Routenplanung, los!