Coole & eco Campingplätze vom Harz bis nach Kroatien

3.278 Kilometer fuhren wir in 20 Tagen mit einem geliehenen Campingbus von Hannover bis nach Kroatien und retour. Halt gemacht haben wir an 9 coolen, eco und naturnahen Camping- und Stellplätzen.

unsere Strecke & Aktivitäten

20 Tage Camping Urlaub sind vorbei und wir kehren mit Erinnerungen an viele Abenteuer und Erlebnisse heim. Los ging es mit einer Wanderung auf den nebeligen Brocken und einer langersehnten Fahrt mit der dampfenden Schmalspurbahn bergab in den Nationalpark Harz (hier). Ein paar hundert Kilometer weiter süd-östlich bestiegen wir im Bayerischen Wald den Gipfel des Großen Arbers (hier) und ruderten im Badeteich des Campingplatz Schnitzmühle auf einem Floß (hier). Ebenfalls zu Wasser – diesmal mit Elektroboot – surrten wir auf dem Königssee nach St. Bartholomä und kraxelten anschließend an der östlichen Watzmannwand zur Eiskapelle (hier). Gefunden haben wir sie nicht. Das Gletschereis (das eigentlich Firneis ist) haben wir dennoch gesehen, gefühlt und seine Kälte gespürt. Gecampt haben wir auf einem Parkplatz am nahegelegenen Hintersee, gleich neben dem Zauberwald.

Überraschungsmoment: Slowenien

Über die österreichischen und italienischen Alpen ging es dann bis zum Triglavski Nationalpark. Eine imposante Fahrtroute, die uns bis ins slowenische Kobarid brachte. Dort badeten wir im eiskalten und reißenden Fluß, der Soča (hier). Nur ein Fußmarsch von unserem Stellplatz im Kamp Koren entfernt, erreicht man eine mystische Klamm und einen Wasserfall. Davon sahen wir auch später noch einige mehr bei Tolmin (hier).

Wenige Autostunden später erlebten wir auf einer Farm im Südwesten Sloweniens den herrlichsten Sonnenuntergang. Nach neun Tagen dann erreichten wir unser Ziel: die kroatische Adria auf Krk (hier). Vier Tage wurde hier bei tropischen Temperaturen gebadet und Eis gegessen und gebadet und [repeat] bis wir die Rückreise antraten. Auf Grund von Regenwetter statteten wir Slowenien, Graz und Oberösterreich nur eine Stippvisite ab und verlegten unsere Reiseroute kurzfristig auf den Westen und in die Vulkaneifel. Hier verließ uns die Abenteuerlust und wir genossen einfach noch ein wenig Müßiggang, wie echter Campingplatz-Camper.

Meine TOP 3 Erlebnisse

1) Auf der Bootsfahrt nach St. Bartholomä auf dem Königssee, nahm sich der Kapitän Zeit, das Horn zu blasen (hier). Die schöne Melodie wurde von der beeindruckenden Watzmann Ostwand wiedergegeben. Jedes Trinkgeld wert!

2) Slowenien bot so viele Ah!’s und Oh!’s! Ob die nahezu 3.000 Meter hohen Fellswände des Triglavs (hier), der wilde Strom der Türkis schillernden Soča oder die bewucherten Klammen – ich hatte das kleine Land überhaupt nicht auf meinem Reiseradar und gelobe nun zurückzukommen!

3) Gratis-Heilschlammbad am Plaza Meline auf Krk (hier). Mal so richtig einsauen – von oben bis unten. Das geht hier und keiner findet es komisch!

Campingplätze, aber cool

Während es in Deutschland erlaubt ist über Nacht an öffentlichen Parkplätzen halt zu machen, muss man (so haben wir zuvor gelesen) in Slowenien und an der kroatischen Küste mit horrenden Geldbußen für das Campieren fernab von Campingplätzen und Privatflächen rechnen.

Unsere coolen Camping- und Stellplätze hier als PDF-Übersicht herunterladen!

Das heißt aber nicht, dass man mit Campingbus auf naturnahe, ruhigere Stellflächen für die Nacht verzichten muss! Ecocamping Plätze bieten genau das. Hier steht man meist nicht eng an eng und auf Quadratkilometern versiegelter Betonfläche. Neben der Nähe zur Natur versprechen Ecocamping ausgezeichnete Plätze Energieeffizienz, Ressourcenschonung und regionale Verankerung. Eine Übersicht aller zertifizierten Plätze in Europa finden sich hier. Wir haben auf unserer Reise auf zwei Ecocamping Plätzen übernachtet – in der Vulkaneifel und in Slowenien im Triglav Nationalpark.

In Slowenien ganz besonders häufig haben wir über die App Park4Night außerdem Stellplätze auf Bauernhöfen bzw. sogenannten „Turistenfarmen“ gefunden. Für Deutschland gibt es mit Landvergnügen im Übrigen sogar einen eigenen Stellplätzführer. Hier darf man nach Voranmeldung meist sogar kostenfrei oder gegen einen geringen Betrag sein Wohnmobil oder Campingbus über Nacht hinstellen. Die Betriebe und Höfe freuen sich im Gegenzug, wenn man das ein und andere hofeigene Produkt einkauft oder das gastronomische Angebot nutzt. Über diesen Stellplatzführer haben wir zum Beispiel vor einigen Jahren in der Eifel auf einem Ziegenhof und am Bodensee auf der Wiese eines Demeter-Hofs schöne Plätze für kostengünstige Übernachtung gefunden.

Nicht zwingend öko, manchmal aber schon und nach unseren Erfahrungen tatsächlich immer cool sind die Plätze, die in den Cool Camping Stellplatzführern beschrieben werden. Hier haben wir schon in den vergangenen Jahren tolle Plätze an eher unverhofften Orten gefunden. Zum Beispiel in Freiburg oder Uelzen.

Empfehlungen?

Ihr kennt auch echte Perlen unter den vielen, vielen Camping- und Stellplätzen? Kommentiert unter diesem Beitrag! Ihr freue mich auf eure Empfehlungen, denn der nächste Campingtrip kommt ganz bestimmt!