My Vegan Story / Und was isst du so?

Irgendwann zwischen den letzten Jahren bin ich vegan geworden. Lang und breit habe ich überlegt, wann denn nun genau der Zeitpunkt gekommen war, dass ich meine Ernährung umgestellt habe, konnte aber partout keinen genauen Zeitpunkt definieren. Denn diese Veränderung ist nicht von hier auf jetzt und auch nicht über Nacht passiert, sondern war ein (jahre-) langer Prozess.

Als Kind mochte ich am liebsten Wurst. Im Garten meiner polnischen Oma habe ich Bonbons und kleine Wiener vergraben, in der Hoffnung, dass daraus einmal ein Bäumchen wächst, das reiche Frucht trägt – Fotos belegen das. Dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst, sondern von Tieren kommt, war mir als 4-Jährige wohl noch nicht bewusst. Heute ist das anders.

Schritt für Schritt.

Ich erinnere mich an unzählige Momente und Umstände, die letztendlich wohl dazu beigetragen haben, dass ich mich heute vegan ernähre – meine Laktoseunverträglichkeit, meine überflüssigen Kilos und katastrophale Cholesterinwerte, mein allererstes Treffen mit Julia, damals noch in ihrer 1-Raum-Single-Wohnung. Es gab warmes Baguette mit Birne und Walnüssen und viel zu viel Wein. Überhaupt war Julia die erste Veganerin, die ich kennengelernt habe, und die machte mir klar, dass eine fleischlose Ernährung überhaupt nichts mit Verzicht zu tun hat.

Vegan Leben. Für die Tiere, für die Umwelt, für mich.

Früher war für mich eine Mahlzeit ohne Fleisch keine richtige Malzeit und mit Käse Überbackenes hat eh viel besser geschmeckt. Ich kaufte abgepacktes Hack vom Discounter und habe dank Trennkost-Diät mal eben zum Abendessen eine ganze Packung Putenbrust-Aufschnitt verdrückt. Mir war schon klar, woher unser Fleisch, die Frühstücks-Eier oder die tägliche Milch im Kaffee kommt. Aber eben nicht was das wirklich für die Tiere und unsere  Umwelt bedeutet. Kaum jemand weiß wie es wirklich in einem Betrieb für Massentierhaltung aussieht. Nicht ohne Grund sind diese Orte der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Oder habt ihr schon mal eine Einladung zum tag der offenen Tür im Briefkasten gehabt? Doch irgendwann war ich an dem Punkt, an dem ich nicht mehr weg sehen, die Umstände nicht mehr ignorieren wollte. Ich wollte wissen, woher das, was auf meinem Teller landet, kommt. Ich habe mich selbst auf die Suche begeben, nach den Fakten und Antworten, die schließlich dieses Umdenken in mir ausgelöst haben. Ich habe mich von veganen Bloggern, Köchen und anderen Alltagshelden inspirieren lassen.

Was kann man als Veganer überhaupt noch essen?

Die vegane Ernährungsform, die ich heute lebe, fühlt sich für mich genau richtig an. Besser noch – ich bin stolz darauf, mich vegan zu ernähren. Weil ich lecker und abwechslungsreich esse, andere Menschen damit inspiriere und nicht mehr dazu beitrage, dass Tiere für meinen Genuss sterben müssen. Regionales Gemüse und Obst (ich kaufe hier), Nüsse, Hülsenfrüchte (hier oder hier) und gesunde Kohlenhydrate. Für mich persönlich reicht das. Erst durch meine Umstellung hab ich wieder entdeckt, wie viel doch eigentlich frische Kräuter und richtig gute traditionelle Gewürze* in der Küche ausmachen. Gerade bei den Gewürzen könnte der Unterschied zu dem, was man im Supermarkt bekommt nicht größer sein! Am liebsten kaufe ich bei Soul Spice, hier kommen die Gewürze aus ökologischer Landwirtschaft, ohne Pestizide und Chemikalien zu verwenden und dabei auch noch auf fairen Handel setzen.

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Kommt fast jede Woche auf den Tisch: türkischer Walnuss-Tomaten Aufstrich mit Chili und frischem Oregano!

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich gerade in der Lebensmittelindustrie einiges wandelt: Immer mehr Menschen wollen wissen, wie ihre Nahrungsmittel produziert und wie diese angebaut werden. Trotzdem wird man als Veganer noch häufig mit Vorurteilen und einer ordentlichen Portion Skepsis konfrontiert. Vielleicht wurdet ihr selbst auch schon einmal bei einer Familienfeier oder von den Arbeitskollegen gefragt, was man denn dann überhaupt noch als Veganer essen könne.

Bei mir gibt es so ein paar Gerichte, die ich – seitdem ich vegan lebe  – ganz regelmäßig mache! Zum Frühstück kann ich zum Beispiel nicht auf mein geliebtes Porridge verzichten. Ob der Klassiker mit Haferflocken oder auch mal mit Buchweizen, on top viel Obst und Nüsse! Abends gerne auch mal rustikales Brot mit dem Lieblingsaufstrich aus Tomatenmark, Walnüssen und vielen frischen Kräutern. Mehr braucht es gar nicht!

Vegan sein kann jeder!

Mich würde auch deine Geschichte interessieren! Egal, ob Veganer oder Vegetarier, ob als Kommentar oder persönliche Nachricht, hier oder auf unserem Instagram-Kanal. Wie lebt und ernährt ihr euch? Welche Erfahrungen mit ihr und was oder wer hat euch beeinflusst? Lasst uns gegenseitig Mut machen und uns über Erfahrungen austauschen! #bettertogether

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Buchweizen-Porridge mit Kardamom, Zimt und Aprikosenmus

Mit dem Code NTHM10 erhaltet ihr auf die Bio-Gewürze bei Soul Spice 10% Rabatt!

*Die Gewürze wurden mit freundlicherweise von Soulspice zur Verfügung gestellt. Lieben Dank dafür!

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