Slow Fashion Challenge #3 / OUTFIT x Musswessels

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Könnt ihr euch noch erinnern? Noch gar nicht so lange ist es her, da habe ich hier einen Pakt mit mir selbst geschlossen: nämlich mindestens 3 Monate lang zum Kleidungskauf nicht mehr in die großen Fast-Fashion-Läden einzukehren. Stattdessen auf langsame, fair produzierte Kleidung zurückzugreifen und mir selbst ans Herz zu legen, auf die Herkunft meiner Textilstücke zu achten.

Doch wie und wo fängt man da bloß an zu suchen? Noch ist es verhältnismäßig ruhig auf meinem Radar. Eben mal schnell am Konsum-Rad zu drehen, ist nun gerade nicht erlaubt. Gar nicht so einfach, sich neu zu orientieren, denn sowohl das Gespür für Qualität von Mode, als auch die Wertschätzung einzelner Kleidungsstücke, ist irgendwann bei mir verloren gegangen. Wieso kostet ein Kinoticket oder eine extra große Kaffekreation mit allem Drumunddran mehr als ein T-Shirt beim Mode-Giganten?

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Slow Fashion steht für ein nachhaltige, ethische und bewusste Mode. Sie ist nicht einfach nur das Gegenteil zur schnelllebigen Fast Fashion, mit ihren Wegwerf-Kollektionen, sondern viel mehr als nur das. Fair Fashion ist für mich vor allem auch eine Frage der Verantwortung. Eine innere Einstellung und Überzeugung. Umso besser, wenn man auf der Suche nach dem langsamen Mode-Vergnügen von so einigen smarten jungen Frauen mit jeder Menge #GRLPOWER und Konfetti im Herzen inspiriert wird.

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Meine erste Expedition ins grüne Modeland soll mich gar nicht weit weg führen, denn ich werde mich bei den lokalen Modemacherinnen innerhalb der eigenen Stadt umschauen. Beim Hamburger Label Musswessels zum Beispiel. Wer dort nach aktuellen Trendfummeln sucht, ist leider verkehrt. Denn hier hängen Stücke mit einer ganz individuellen Ästhetik, so wie ich sie sonst (wirklich!) noch nirgends gesehen habe. In ihrem Laden in St. Pauli steht Macherin Kathrin noch selbst am Schneidertisch und arbeitet an ihren Kreationen, während man selbst zwisch der perfekten Alltagsgarderobe, abendtauglich eleganten Werken und Vintage-Schatz-Sammlung hin und her staunt.  Ich kann euch versichern, einen Goldesel kann ich leider nicht mein Eigen nenen, sonst hätte ich hier wohl ein kleines Vermögen lassen können. Faire Mode ist zwar meist hochpreisiger, doch wohl aber auch in en meisten Fällen hochwertiger oder zumindest ihrem wahren Wert entsprechend und somit jeden Cent wert.  Ein tolles Gefühl ist das schon, wieder auf der Suche zu sein, nach seiner eigenen Persönlichkeit in Sachen Gaderobe, all diese Kleidungstücke zu sehen, in denen so viel Idee und Mühe steckt und die ja schließlich auch für eine kleine Ewigkeit bleiben soll. In diesem Sinne: #supportyourlocals!

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Ein ganz guter Anfang, oder? Alleinig am fairen Schuhwerk hapert es hier noch gewaltig. Zugegeben im Kleiderschrank waren die Schnürer vom großen Modekonzern ohnehin schon. Habt ihr Tipps und Anregung für ein paar fesche Treter, die ich mir unbedingt einmal angucken sollte? Immer her damit!

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