Fancies / Der „echte“ Trenchcoat

TheTrench

Keine verkörpern den Trenchcoat so, wie die Burberry Modelle. Warum? Weil der aus eng gewebter Baumwolle und dadurch wind- und wasserfeste Mantel 1879 von Thomas Burberry erfunden wurde. Zeitweise schien die Marke mit dem Check-Karomuster ob der Imitatflut verpönt. Mit dem derzeitigen Trenchcoat-Trend und Testimonial Madame Delevigne jedoch steht sie wieder hoch im Kurs und fehlt bei keinem Staroutfit. Dabei sind die Heritage-Linien Westminster, Kensington und Sandringham Klassiker – so etabliert, dass man bei Glück ein Exemplar eingemottet in Omis Kleiderschrank findet. Bei meiner leider nicht.

Tolle Alternativen für einen Bruchteil des Originalpreises eines Burberry Modells findet man von COS, &Other Stories, Zara und den anderen h&m Group und Inditex Konsorten. Warum also überhaupt ein überzogenes Konto in Anbetracht ziehen? Weil der Burberry Trenchcoat eben nicht nur ein hochwertiges Kleidungsstück ist, sondern ein Evergreen. Gefällt er nicht mehr, kann er in den Schrank wandern und 10 Jahre später wieder als der letzte Schrei getragen werden. Oder: Er landet zum geminderten, aber immer noch zu überdenkenden Preis auf Ebay&Co. Und genau darauf spekuliere ich!

Um mein Schnäppchen(Gänsefüßchengestik)glück zu maximieren, scanne ich in den letzten Wochen neben ebay weitere Second-Handplattformen, wie kleiderkreisel und Mädchenflomarkt. Dabei war ich schon bei dem ein und anderen Angebot versucht, doch kurz vor der Kaufentscheidung drängt sich die Frage auf: Ist das echt? Im Vergleich zum Neupreis von über 1000 Euro, klingt ein Angebot für 180 Euro verlockend. Fast zu schön, um wahr – in diesem Fall echt – zu sein.

Eine Garantie müsste es geben… Und die gibt es! Die französische Plattform Videdressing wurde erst vor Kurzem in Deutschland gelauncht und ist auf Luxusmarkenartikel spezialisert. Der Vorteil: Man muss sich keine Gedanken um Fälschungen machen, denn die Plattform garantiert Echtheit. Akribisches Untersuchen verpixelter Fotos auf Plagiatshinweise entfällt. Ist man nicht zufrieden, sendet man den Artikel zurück und der Kaufpreis wird erstattet – und das gilt nicht nur für Artikel von deutschen Anbietern, sondern auch aus dem Ausland. Zack, damit ist auch die Chance das Habenmüssen-Objekt zu ergattern potenziert. Ob ich hier wohl bald fündig werde?

Habt ihr Erfahrungen mit Second-Handplattformen für Luxusartikeln gemacht? Her damit!