Let’s talk about / Wie geht es dir?

FRND

Hände aus den Taschen und mal auf den Tisch geklopft, auch wenn und weil gerade Friede-Freude-Weihnachtszeit herrscht:
Weihnachten, das ist nämlich für viele das Fest der Freude. Schlemmen ohne Reue (vorerst!), Geschenkeberge und erfüllte Wünsche, ein Wiedersehen mit Familie, Freunden und Liebsten. Wie kann man sich denn da nicht freuen? Das, was so leicht fallen müsste, gelingt nicht jedem. Und obwohl geliebt, fühlt sich so manche und mancher einsam. Und einige – durchschnittlich 6 Jugendliche und junge Erwachsene täglich – die sehen nicht nur das Weihnachtswunder vor lauter Klingglöckchen, Trallala und Oh Tannenbaum nicht mehr, sondern auch keinen anderen Weg aus Einsamkeit, Erschöpfung und Depression als die Selbsttötung.

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 10.000 Menschen durch Suizid. Doch das Thema bleibt ein Tabu. Der Verein Freunde fürs Leben (FRND) will das ändern.

„Lass uns über Suizid reden“: Spätestens bei diesem Satz wird klar, dass es keines der üblichen Gespräche ist, zu denen Moderator Markus Kavka seine Gäste an den Tresen der Kitty Cheng Bar in der Berliner Torstraße eingeladen hat. Die Bar Talk-Gäste sind Oliver Koletzki, Nina Gnädig, Bosse und Simone Hanselmann. In der von Freunde fürs Leben produzierten Video-Reihe stellen sich Kavka’s Gäste dem schwierigen Thema rund um Depression und Suizid, und berichten offen über eigene Krisen, Erlebnisse und Strategien zur Bewältigung.

Suizidprävention ist ein wichtiges Thema. Euch selbst geht es gut und dennoch mögt ihr betroffen sein. Aus meinem privaten Umfeld weiß ich, dass Depressionen – eine mögliche Ursache von Selbsttötung – keine Seltenheit sind. Damit umzugehen ist gar nicht so leicht. Auch deswegen finde ich Freunde fürs Leben unterstützenswert, denn der Verein hilft mit seiner Kampagnenarbeit sowohl Betroffenen als auch Angehörigen. Damit Hilferufe gesehen werden und mit ihnen umgegangen werden kann.

Nicht nur Völlerei, Rausch und Geschenketaumel gehören zum Weihnachtsfest. Es ist auch die Zeit für Besinnlichkeit und Dankbarkeit. Gutes tun, das möchten deshalb viele in der Vorweihnachtszeit und unterstützen die bekannten humanitären Hilfsorganisationen und Tierschutzverbände mit einer Finanzspritze. Vom großen Spendenkuchen sollten aber auch kleine Organisationen, die ihre Energie für ein ganz spezielles Thema aufwenden, etwas abbekommen. Meine Spende geht dieses Jahr an Freunde fürs Leben.

Der nächsten Aus-Versehen-Shopping-Attacke könnt ihr nicht widerstehen oder der Groschen sitzt euch nicht so locker? Ihr könnt dennoch etwas tun: Öffentlichkeit schaffen.

In einem der Bar-Talk Clips stellt Schauspielerin Nina Gnädig fest, dass die Angst vor dem Thema Suizid es zum Tabu werden lässt und findet die Lösung zur Enttabuisierung darin, darüber zu reden und Angst aufzulösen.

Teilt die Bar-Talk Videos mit euren Freunden – virtuell oder beim nächsten Spieleabend und macht das Thema zum Thema. ps.: Spätestens wenn die Rede auf die letzte Sendung Mein bester Feind oder Circus Halligalli kommt, könnt ihr mit Klaas‘ schlauen Worten zu Freunde fürs Leben einsteigen.