Rezept / Vegane Kohlrabi Schnitte

Kohlrabi ist wohl das Gemüse, das ich bisher beim Einkäufen mit größter Wahrscheinlichkeit links liegen lassen habe. Erinnerte mich die typisch deutsche Knolle bis jetzt doch eher an Großmutters fad‘ gegartes Allerlei oder Meerschweinchen-Futter. Nun, das soll sich heute ändern.

Frische Kohlrabiknollen bestehen zwar zu über 90 % aus Wasser, besitzt aber auch viele Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen sowie Vitamin C (100 g enthalten etwa 64% deines Tagesbedarfs!!!), Carotin sowie B-Vitamine.

Nicht zu verachten sind auch die Blätter vom Kohlrabi. Sie besitzen teilweise sogar mehr als doppelt so Vitamine wie die Knolle selbst. Als nicht wegwerfen, sondern schön in den nächsten Salat schnibbeln. Wieder was gelernt.

Wenn ihr also mal wieder das Gefühl habt, euch etwas gesünder ernähren zu müssen, aber trotzdem nicht auf einen herzhaften Snack verzichten möchtet, dann ist dies hier euer Rezept!

Zutaten für 2 Kohlrabi-Stullen:

  • 1 Kohlrabi
  • 4 EL Dinkelmehl oder glutenfreies Mehl
  • 1 TL Speisestärke
  • 6 EL Pflanzenmilch
  • 1 EL  Sojasauce oder Tamari
  • 60 g Semmelbrösel oder glutenfreie Semmelbrösel
  • 4 EL Kokosöl

Für die Sojasaucen-Zwiebeln:

  • 1 Zwiebel oder 3 kleine Schalotten
  • 2 EL Sojasauce oder Tamari
  • 1 EL Reisessig
  • 1 TL brauner Zucker

Für den Belag:

  • 2 EL Senf
  • 2 EL Sojasauce oder Tamari
  • 1/2 Gurke
  • 1 Hand voll Salat und Schnittlauch
  • 1 Avocado
  • 4 schöne Scheiben Brot oder 2 Brötchen oder eine glutenfreie Alternative

 

Den Kohlrabi schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Für Vorausdenkende: Die kleinen  Schnitzel schmecken auch noch kalt am nächsten Tag, deswegen mache ich immer mehr als ich eigentlich für das Sandwich brauche.

Dann drei Teller für die Panade-Marathon vorbereiten. In einen kommt die Pflanzenmilch, in einen das Gemisch aus Mehl und Stärke und in einen dritten die Brösel.

Die Kohlrabi-Scheiben nacheinander in Pflanzenmilch und Mehl wenden. Kurz antrocknen lassen und erneut in Pflanzenmilch, Mehl und anschließend in Semmelbröseln wenden. Dabei gut an die Brösel drücken.

Kokosfett in eine heiße Pfanne geben und die Schnitzel bei mittlerer bis hoher Hitze 4 Minuten pro Seite goldbraun anbraten. Zugegeben: Da ich selbst keine Dunstabzugshaube habe, backe ich die Schnitzelchen etwa 15 Minuten lang bei 180 Grad im Ofen vor – Backpapier nicht vergessen! Für die knusprige Panade brate ich sie dann anschließend nur kurz in der Pfanne an. So hält sich der Fettmief dann auch in Grenzen.

Währenddessen die Zwiebeln in Scheiben schneiden.  Oder jemanden zwingen, die Zwiebeln für dich zu schneiden.

Im nächsten Step zusammen mit der Sojasauce, Reisessig und braunen Zucker in einer Pfanne aufkochen und bei niedriger Hitze 10 Minuten anbraten. Ab und zu umrühren, damit nichts anbrennt!

Senf und Sojasauce vermengen, schon ist das Dressing fertig!

Gurke längs mit einem Sparschäler in dünne Streifen oder in Herzchenform schnitzen. Wer kann, der kann. Die Avocado halbieren, schälen und in Scheiben zerteilen.

Brot in Scheiben schneiden und am besten noch einmal durch den Toaster jagen. Denn niemand mag labberiges Brot.

Jetzt kann angerichtet werden: Alle Zutaten hübsch zwischen die beiden Brotscheiben schichten und zusehen wie euer Sandwich wächst.

Das war’s auch schon. Guten Appetit!