Outfit / Blogging for Business beim „Gründen heute“ Startup-Event

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Bilder GNION

Ob ich nicht über Blogging als Businesskonzept bei einem Startup-Event referieren wolle, fragte mich Sandra von Majoli vor einigen Wochen. Was ich genau darüber erzählen sollte, fragte ich (mich) zurück. Schließlich ist Nicetohave Mag bisher vor allen Dingen ein spaßiger Zeitvertreib. Zugegeben ein aufwendiger. Zugegeben haben wir ein Mediakit, bieten Kooperationsformate an, pflegen Netzwerke mit PR- und Marketing Agenturen, mit Pressestellen und Sales Abteilungen, anderen Medienschaffenden, evaluieren das Interesse an unseren Inhalten. Zugegeben generieren wir Einnahmen, tätigen Ausgaben. Und dann klick: Natürlich ist Nicetohave Mag ein Business – oder zumindest auf dem Weg dahin.

So manch ein Startup betont beim Gründen heute-Event, bei dem schließlich auch ich aus dem Nähkästchen plauderte, dass Spaß und Leidenschaft an der Sache an erster Stelle ständen. An zweiter folge das Businessmodell – also die Vorstellung, wie und womit sich nun Geld verdienen ließe.

Auch für uns geht es bei Nicetohave Mag primär um die Freude an Mode, Beauty und Lifestylethemen. Das Blogzine gibt unserem Hobby einen Rahmen und steckt ab, wie und wie viel Zeit und Kopf wir diesem neben Familie, Beruf und den anderen vielen Großig- und Kleinigkeiten im Leben widmen.

Zwar wird Blogging für uns voraussichtlich nie mehr als ein lukratives Hobby, vielleicht ein zweites, wirtschaftliches Standbein. Dennoch haben wir in kurzer Zeit viel gelernt über mögliche Geschäftsmodelle dahinter und Ups und Downs, Dos und Donts im Bloggerbusiness erfahren.

Diese galt es zu teilen.

Die mir wohl wichtigste Message richtete sich aber an die anwesenden GründerInnen und Startups, deren Hoffnung in der zukünftigen Kooperation mit Blogs wohlmöglich vornehmlich in Bekanntheits-, Reputations- oder gar Absatzsteigerung für lau lag. So sehr Blogging für uns persönlich eine lehrreiche Freizeitbeschäftigung sein mag, die mehr oder vielleicht sogar weniger zufällig auch unser professionelles Können als PRlerin (ich) und Kommunikationsdesignerin (Pauline) fördert – sie kostet Aufwand. Zeit, Geld, Nerven. Dies sollte Unternehmen – sowohl etablierten Konzernen, ihren Kommunikationsvertretern als auch GründerInnen und Startups – bewusst sein, wenn sie uns bitten, ihre Produkte mit Hingabe zu reviewen, ihre Geschichten mit journalistischem Geschick in aufwendigen Bild- und Videoproduktionen aufzuarbeiten.

Stehen dann neben dieser Erwartungshaltung auch noch Forderungen, wie die Veröffentlichung zu einem konkreten Zeitpunkt oder gar inhaltliche Vorstellungen, ist sollte klar sein: Hier handelt es sich um eine Dienstleistung. Und die werden wie in jeder anderen Branchen bezahlt.

Einen klitzekleinen Einblick in unseren Plädoyer-gleichen Vortrag über Einnahmequellen für Bloggende, Chancen und Hürden findet ihr auf Slideshare.

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