Outfit / Styling mit kisura

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Während der letzten Press Days stolperte ich in einem der vielen Showrooms über Kisura. „Kennst du schon die kisura-Box?“. Nö.

Kisura kurzgesagt: Ein Online-Stylingservice für Frauen. Ich war sofort… skeptisch. Und neugierig. Ob eine Stylistin auf der anderen Seite des Websiteinterfaces nur auf Basis eines Fragebogens zu Größen, Lieblingsfarben, Präferenzen in Dingen Stil und einem Profilfoto ein Outfit finden würde, das mir gefällt. Schließlich kommt es durchaus vor, dass ich selbst beim Shopping keinen Schimmer habe, ob ich diese oder jene Klamotte nun lieben oder hassen soll.

Das Prinzip des online Personal Shoppings kannte ich bisher nur für Männer von Outfittery oder Modomoto. Der Herzensmann wagte es nämlich stylingtechnisch fremdzugehen. Nachdem ich erst einmal darüber schmollte und grantete, dass er meine Stylingqualitäten nicht nutze und – viel schlimmer – möglicherweise in Frage stellte, war ich zum Schluss doch überrascht, ob der typgerechten Outfits. Nun ist mein Freund natürlich ein hübscher Bub, aber besonders modeinteressiert oder gar ein Modeconnaisseur ist er nicht.

Würde das Personal Styling Konzept von kisura also für mich funktionieren? Gemach, gemach. Erst einmal ein paar Worte zum Ablauf und den Outfits.

Mit der Anmeldung füllt man online einen Fragebogen aus. Der fungiert dann als Briefing für die kisura-Stylisten. Welche Marken trage ich gern? Welche nicht? Und welche passen mir in Jeans, Oberteilen, Schuhen und Co.? Bin ich mit meinem Kleidunsgstil zufrieden? Gibt es einen Stylinganlass und Wünsche? Welche Farben mag ich, welche nicht? Wie sieht mein Budget für einzelne Kleidungsstücke aus? In einem folgenden Telefon- oder Skypegespräch werden offene Fragen geklärt. Und dann: Warten. Wenige Tage später klingelt der Paketdienst und ein fulminantes Bauchkribbeln, wie als Kind vor dem Weihnachtsmann, macht sich breit. Nach dem Öffnen des Pakets ist alles offen: Staunen, freuen, Grimasse ziehen, anprobieren, behalten, zurück in die Box packen. Was nicht gefällt oder passt geht Retoure, der Rest wird bezahlt.

kisura_OutfitIIHalstuch – Front Row Society | lange Statementkette – black lily | Pullover –  French Connection | Rock – Minimum | Schuhe – Apple of Eden

Das Styling ist kostenfrei, genauso wie Versand und Retoure. Gefällt der Paketinhalt nicht, ist der Aufwand auf einen Gang zur nächsten DHL Filiale beschränkt. Ich spreche aus Erfahrung, denn so erging es mir mit der ersten kisura Box.

Um fair zu sein, war mein Stylingwunsch auch nicht ganz einfach: „Ein Outfit für die Weihnachtsfeiertage – schon schick, falls der Braten misslingt und man kurzfristig ins Restaurant flüchtet. Aber bitte auch bequem, Plätzchen, Klöße und, und, und müssen Platz finden. Im Übrigen bevorzuge ich Kleidung aus Naturtextilien, aber mein Budget ist nur so mittelmäßig. Und die Looks sollten klassisch sein. Mit dem modernen Etwas aber natürlich.“

Das Paket, das mich erreichte war nett gepackt und begleitet von einer Notiz der Stylistin, die mich auf den Boden der Tatsachen holte. Meine preislichen Vorgaben und Materialvorstellungen waren nicht vereinbar. Ok. Dennoch waren mir die Outfits zu trendy – und ohnehin zu groß. Zurück damit und wieder auf Los.

Mit ein wenig modifizierten Vorgaben hinsichtlich Größen und grünem Preisbereich erreichte mich kurze Zeit später eine weitere kisura-Box. Diesmal war ich positiv überrascht. Von dem Rock in Layering-Optik und den Acne Pistol Boots Dupes war ich gleich ganz entzückt – sie passten jedoch nicht.

Schließlich schafften es in meinem Besitz und Weihnachtsoutfit: Eine nadelgestreifte Hose mit lockerem Schnitt von Esprit und ein gerippter Pullover aus Baumwolle in rosa von French Connection.

Fazit

Ausprobieren! Die Stylisten sind nett, der Ablauf einfach und bequem. Vorallem, wer mal einen neuen Look ausprobieren möchte oder ein Outfit für einen konkreten Anlass sucht, wird vielleicht überrascht. Ich überlege selbst eine neue Stylingrunde zu starten: Diesmal mit der Schlaghose, an der frau – auch wenn 1,60 Meter klein – ja scheinbar nicht vorbeikommen wird in 2015. Das persönliche Telefonat mit der Stylistin bietet Chancen für ein Feintuning und sollte genutzt werden: Euch passen Hosen in 27er Weite, aber 30er-Länge ist euch viel zu lang? Alles, bloß nicht Highwaist? Nennt ihr solche Details, optimiert ihr das Stylingergebnis. Einziges Manko beim Personal Shopping online: Gefällt ein Teil, passt aber nicht, kann man es nicht einfach umtauschen. Da hilft nur das gezielte Durchforsten der Onlineshops.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit einem Personal Shopper – online oder offline – oder sogar mit kisura gemacht?

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Weißer Mantel – Ashley Brooke | blassrosaner Blazer – Mango | Bluse aus Viscose – Hallhuber | entspannte Hose mit Nadelstreifen – Esprit