brandnews Spezial / Berlin Fashion Week FS16

Fotocredits: Marina Hoermanseder – Kowa Berlin // Cover PR – CoverPR@Instagram // Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

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Vergangene Woche fand in Berlin die Modewoche mit Messen, Runway-Schauen im Mercedes Benz Zelt am Brandenburger Tor und wunderbaren Offside-Präsentationen begleitet von diversen Glitzer-Events und Parties statt. Leider – wieder einmal – ohne Nicetohave Mag.

Probezeit, Kinderbetreuung und ToDos en masse hielten uns auch in dieser Saison fern vom Fashionzirkus in der Hauptstadt.

Quasi dann doch irgendwie live, zumindest aber in Echtzeit verfolgte ich über Snapchat, Instagram und online Livestreams den Hustle. Nachdem nun auch die letzten Kollektionszusammenfassungen und Laufstegfotos in meinen Posteingang eingetrudelt sind, zeige ich euch von den vielen virtuellen Eindrücken der modischen Ergüsse talentierter Designer quick, dirty und ganz subjektiv meine Highlights der Frühling/Sommer 2016 Schauen in Bildern. Auf die Plätze, fertig, los:

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Marina Hoermanseder – Spätestens seit letzter Saison ist die Designerin ein Muss auf dem Schauenkalender. Natürlich nicht ohne ihren Leder-Schnallen-Signaturlook, aber auch mit tragbaren Teilen. Sehr tragbaren!

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Hien Le – On point. „Match Point“ genau genommen. Die vom Tennisspiel inspirierte Kollektion ist ein Traum in nude, himmelblau, weiß sowie sommerlichen Grüntönen. Ein Unisex (!) Parfum – frisch und grün, holzig und trocken duftend laut Hien – in Kooperation mit Verduu.com. und kreiert von DEM Parfümeur Mark Buxton, gibt es nun außerdem.

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Malaika Raiss – „Die zehnte Kollektion „Days of future past“, schöpft ihre Inspiration aus der Surf- und Skateszene der 70er in Venice Beach sowie dem zur gleichen Zeit aufkommenden Genre der Sciencefiction.“ – Kollektionsbeschreibungen finde ich persönlich ja immer etwas kryptisch. Wirklich wiederfinden kann ich den Surf- und Skaterstyle nicht, von purem Gefallen ob Farbgebung (nude, weiß, himmel- und dunkles blau), Schnitten und Layering kann aber absolut die Rede sein! Zu den Press Days im Sommer und Herbst werfe ich Malaika’s Kreationen für die Folgesaison über und träume davon, eine Kollektion einmal auf dem Laufsteg und passgenau an hochgewachsenen Models zu sehen. Meist sind die Sampel Sizes für mich Zwerg nämlich zu lang. Auch diese Kollektion wird im nächsten Frühjahr wieder anprobiert.

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Cover PR X Olympus PEN Party im Haubentaucher – Zwar förderte das Event für mich als Snapchat-Teilnehmer keine Modenews zu Tage, aber es linderte ein wenig die Sehnsucht nach der Modewoche. Die Party fiel sowas von ins (Regen)Wasser! Ein wenig auf den Zeiger geht mir ja die aggressive PR-Strategie von Olympus mit seiner PEN Kamera. Aber wow-si! Das Fashion Week Diary von Foxycheeks zeigt, dass dieses Kamerachen wirklich was kann!

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Perret Schaad – Streifen gehen immer. Verrückt, dass sich das Designerinnenduo erst in dieser Kollektion daran gewagt hat. Dafür mit Bravur und Sternchen: Laut Journelles war die Show im Kinderschwimmbad Plansche eine der besten und auf Instagram las man „Berliner Poesie“.

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Dorothée Schumacher – Schulterfrei und doch tausend Mal praktischer als der Carmen-Look in diesem Sommer (mir als Mutter eines quirligen Kleinkinds, dessen Grabbelhände an allem Ziehen ein Graus). Schön!

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Lala Berlin – Ein gelungenes Showsetting bei dem ich gerne Gast gewesen wäre. Neben immerschönem Nadelstreif und Lochspitze, gefiel mir die Kollektion auf den ersten Blick so lala. Nach einer Runde Revue passieren lassen der hier vorgestellten Designer finde ich hingegen den Gelbkontrast und die lauten Muster spannend. Die Präsentation zwischen langen Dinnertafeln unter freiem Himmel war ein Coup des PR Teams – genauso wie die bereit liegenden Decken aus Silber-und-Goldfolie, die an diesem Abend ob Miesepeterwetter promt zu DEM Accessoire der Gäste wurden. Und: Der Kronprinzenpalais ist mit dem Berliner Modesalon DIE neue Location.

Insgesamt finde ich die vorherrschende Farbpalette der vorgestellten Designer herrlich – wenn auch  nude, himmelblau, weiß, navi und sommerliches grün wenig überraschend für die warme Jahreszeit (ähem, wärmere) sind. Layering ist immer eine gute Idee; der Off-Shoulder-Schnitt à la Dorothée Schumacher ist mein Highlight.

Paulines Fazit aus der Ferne fällt ein wenig nüchterner aus: „Eigentlich bin ich ganz froh, die Looks der (Mercedes Benz) Fashion Week mit einem gewissen Abstand zu bewerten. Denn jeder, der schon einmal im Fashionzelt war, weiß: Häufig geht es inmitten von E-Prominenz, Fashionistas und Bloggermädchen nur darum, dass ausreichend Prickelwasser fließt – Instagrambilder belegen das. Mit verklärtem Blick aus der hinterletzten Reihe sind dann natürlich alle Kollektionen „gaaanz toll!“ Eine fachkundige Auseinandersetzung mit dem Kollektionsthema geht doch meist in einem Schwall von Lobhuddelei und Prosecco unter. Leider. Ganz ehrlich: So recht interessiert hat mich die Modewoche nicht und außer der Kollektion von Marina Hoermanseder ist auch kein Look wirklich bei mir hängen geblieben.“

Puuuuh, Pauline hat da durchaus eine schon seit einigen Saisons kursierende Stimmung ergriffen. Vielleicht hilft’s, dass sich mehr und mehr Designer mit der Berlin Fashion Week und dem Berliner Modesalon seit HW15/16 zunehmend vom Tamtam aus dem berühmten weißen Zelt distanzieren. Oder der wie immer sehr reflektierte Rat von Nike van Dinther von This is Jane Wayne: Berlin, sei doch einfach mal du selbst!