5 Favs / Entspannt in 2016 – Anzeige

Anzeige/Werbung

NicetohaveMag_Entspannung

Kennt ihr das: Tagsüber weißes Rauschen im Kopf. Und vor dem Schlafen drängen sich dann zu lösende Fragen zum Weltgeschehen auf. Ursache sind bei mir jedoch nicht etwa die Nachrichten unserer Realwelt, sondern das tägliche Seriensuchten. So liege ich derzeit nachts ewig wach und sinniere darüber, ob eine Zombieapokalypse möglich ist (Walking Dead), ob sich die Menschheit heute bei all den täglich verübten Gräueltaten überhaupt vom Metzeltum mittelalterlicher Zeiten unterscheidet (Game of Thrones) oder wie die Welt nun aussähe, wenn der Nationalsozialismus 1945 nicht unterlegen wäre (Der Mann im hohen Schloss). Schwere Kost für’s Kopfkino morgens um halb 1 – insbesondere, wenn wenige Stunden später schon wieder Job, Kind und die kleinen Alltagsquerelen rufen.

Es ist eben so einfach – und durchaus auch schön – Spannung und Unterhaltung auf Knopfdruck. Dass dies dauerhaft aber nicht zur Entspannung führt, beweist mein erhöhter Concealerverbrauch der vergangenen Wochen. Daher: 5 Aktivitäten, die ich ab jetzt zwischen meine Serienabende einschieben möchte – für einen ruhigeren Schlaf:

  1. Hörbüchern lauschen: Ein gutes Buch zur Hand nehmen, ist sicher ein erster schlauer Einfall vieler. Ich lese gerne, wirklich. Und doch komme ich nicht dazu. Nicht einmal, weil die Zeit fehlt. Sondern die Kraft. Ein Buch ist ein fantastischer Einschlafgarant für mich, da spätestens nach zwei Seiten an meinen Augenlidern Wackersteine hängen. Beim Hörbuch hören können die Augen hingegen entspannen und man kann es auch herrlich in der Badewanne verfolgen (siehe 5.!) ohne Badeunfälle. Für mich besonders schön beim hörbüchern ist, dass wie auch beim Lesen alle anderen Medien Pause haben müssen – notgedrungen. Kein Bloggen nebenher oder Instragrammen. Ein Hörbuch zu verfolgen erfordert nämlich weit mehr Konzentration, als sich von Bild, Text und Geräuschen auf dem Flachbildschirm berieseln zu lassen. Wer so wie ich bis vor Kurzem findet, dass Hörbücher ja wohl so Ü40 seien, sollte es einfach einmal ausprobieren: Bei audible hört man die ersten 30 Tage nämlich gratis Schauriges, Fantastisches, Interessantes oder Amüsantes – je nachdem welches Genre man bevorzugt. Die Möchtegernphilosophin in mir hat sich zuerst einmal Friedrich Nietzsche heruntergeladen. Tatsächlich bleibe ich nun doch viel öfter bei Timur Vermes unterhaltendem Bestseller Er ist wieder da hängen.
  2. Reiseplanung: Mich durch Sightseeingtipps lesen, Touristiker- und Reisekanäle auf Instagram scrollen oder Travelblogs stöbern – die Vorfreude bei der Planung einer Reise kann schon einen Entspannungseffekt haben. Unser aktuelles Reiseprojekt bedarf so einige Vorbereitung, die wir nun endlich angegangen haben. Im Sommer nämlich werden wir uns zwei bis drei Monate freinehmen und mit Charlotte in Island, Schweden oder Dänemark verbringen.
  3. Sporteln: Es klingt wie kalter Glückstee, aber mich entspannen Pilates, Yoga oder ähnliche Sportarten, die die Muskulatur dehnen und stärken, die Atmung kontrollieren und getoppt sind, mit Besinnungsphasen auf den Geist –  ob im Lieblingssportclub unter Anleitung und anschließendem Belohnungssaunieren oder auf dem heimischen Fußboden. Obwohl ich das weiß, knurrt der Schweinehund. Der muss nun endlich öfter weggesperrt werden!
  4. Kochen zelebrieren: Am Bein zupft schon ein Quengelkind, also geht zumindest Montag bis Freitag abends alles huschhusch und fix wird ein einfaches Gericht oder Stulle mit Brot aufgetischt. Für die aufwendige Suche nach der besonderen Zutat in x-verschiedenen Einkaufsläden und das akribische Abarbeiten unbekannter Rezepte ist einfach keine Zeit. Oder doch? In den nächsten Wochen werde ich diesen und jenen Lebensmittelbringdienst ausprobieren – vom Onlineeinkauf bei Rewe bis zur Hello Fresh Box (kann jemand eine Bio-Alternative empfehlen?), mit der sowohl Rezepte, als auch die passenden Zutaten nach Hause geliefert werden. Aromatische Kräuter hier schnuppern, da einen Kochwein probieren – klingt zumindest entspannend!
  5. Metime: Feierabend beginnt bei mir, wenn Charlotte süßlich schnarchend träumt, die Küche wiederhergestellt und die Wäsche aufgeräumt ist. Die eigene Körperpflege erscheint mir dann wie ein weiteres To Do und wird im Schnellprogramm abgehakt, während ich Mani- und Pediküre, Facial & Co auf die nächste (jährliche) Spa-Behandlung schiebe. Dabei würde der geflieste Raum in den eigene vier Wänden schon ein ganzes Stück Wohlgefühl bereithalten: Ein Bad mit fetthaltiger, frischer Milch und ein paar Tropfen ätherischen Lavendelöls (bitte nicht die synthetischen Duftstoffe!), smooth Jazz, eine ausführliche Pflege von Nägeln, Haut und Haar… Dafür möchte ich mir ab sofort öfter Zeit und Kopf nehmen!